2010
Als ich heute morgen aufwachte, hörte ich das Prasseln des Regens am Fenster und fragte mich, ob das Licht noch so gut werden würde, dass man ein paar „Wassertropfen-Bilder“ machen könnte. Und tatsächlich: Nachdem es mit Regnen aufgehört hatte, ermöglichte der bewölkte Himmel wunderbare Fotografien. Und so machte ich mich mit der Kamera auf den Weg ...
Die Aufnahmen sind in einem Leipziger Weizenfeld entstanden. Interessanterweise stellt Weizen nach Mais das am zweithäufigsten angebaute Getreide der Welt dar, wobei gut ein Viertel der Gesamtmenge in Deutschland produziert wird. Besonders wertvoll ist Weizen als Grundnahrungsmittel in Form von Brotgetreide und hat darüber hinaus eine große Bedeutung in der Tiermast. Weizenpflanzen können bis zu einem Meter hoch wachsen - noch befinden sie sich allerdings im Anfangsstadium ihrer Entwicklung, weswegen alle Aufnahmen bodennah entstanden sind.
Grundsätzlich stellt das Fotografieren von Pflanzen keine besonderen Anforderungen an Kamera und Fotografen - mitunter können Ihnen entsprechende Aufnahmen auch mit einer einfachen Kompaktkamera gelingen. Achten Sie darauf, mit möglichst großer Blende (kleine Blendenzahl, z.B. f=2,0 bis f=5,0) und langer Brennweite zu fotografieren, um Unschärfen herausarbeiten zu können. Ich persönlich stelle die Kamera in solch einem Falle auf die Zeitautomatik, wähle eine kleine Blendenzahl und konzentriere mich anschließend nur noch auf den Bildaufbau.
Versuchen Sie doch einmal, welchen Effekt die Verwendung verschiedener Schärfeebenen haben kann. Hierfür empfiehlt sich die Verwendung eines Stativs. Suchen Sie sich anschließend einen schönen Bildausschnitt und variieren die Schärfe, indem Sie bspw. auf einen vorderen und anschließend auf einen hinteren Halm fokussieren. Sie werden erstaunt sein, wie sehr sich die Motive voneinander unterscheiden. Selbst ein nahezu komplett unscharfes Foto kann durch die Blattstrukturen seinen ganz besonderen Reiz haben.
Die oberen drei Bilder leben besonders durch die Wassertropfen und das satte Grün. Gerade Naturfotografien sind farbintensiv und eine Umwandlung in schwarz-weiß in den wenigsten Fällen zu empfehlen. Doch warum nicht einmal ein Tabu brechen? Ich habe dazu ein ursprünglich farbiges Bild in eine schwarz-weiß-Aufnahme umgewandelt und die Tiefen und Lichter herausgearbeitet. Das Ergebnis kann sich meiner Meinung nach sehen lassen. Auch ohne Farbe.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Experimentieren!











Mein Name ist Sebastian Gerth. Ich bin der Betreiber dieser Seite, Hobbyfotograf, Webworker und Doktorand an der Universität Erfurt ... 
@Sebastian: die Bilder sind dir gut gelungen muss ich sagen. Die Tropfen kommen echt klasse raus, Kompliment.
Gruß
Andreas
Vielen Dank