2010
Seit langer Zeit war der Ausflug schon geplant - endlich ging es in den Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich. Mit dabei war natürlich auch der Fotoapparat ...
Nach der Anreise mit dem Auto gelangt der Wanderer innerhalb von ca. 5 Gehminuten vom Parkplatz an den Eingang des Nationalparkes an der nahegelegenen Thiemsburg. Modern ausgebaut, mit angrenzendem Forsthaus und einem Ausstellungsgebäude glaubt man zunächst nicht, in einem Nationalpark zu sein, welcher von sich behauptet, Urwald mitten in Deutschland zu beherbergen.
Dieser Eindruck ändert sich schnell, nachdem der Eingang passiert wird und man die Ruhe etwas abseits der touristisch voll erschlossenen Wege sucht. Dann sind auch Bilder wie das rechtsstehende möglich - frei Hand, ohne Stativ, völlig unkompliziert. Nur ein wenig auf seine Kameraeinstellung muss man achten, da das dichte Blätterwerk kaum Licht auf den Boden und somit auf den Sensor fallen lässt. Das heißt: ISO-Zahl erhöhen, mittlere Blende für ausreichende Tiefenschärfe wählen, etwas längere Belichtungszeit einstellen und anschließend die Kamera möglichst ruhig halten. Mir hat hier ein Baum als Stütze gute Dienste geleistet.
Auf dem Weg durch den Wald sieht man bereits den auf massiven Metallsäulen stehenden Baumkronenpfad mit seinem Wanderweg inner- und oberhalb der Baumwipfel. Um nach oben zu gelangen, steigt man die Treppe am Aussichtsturm mit der orangenen Kuppel nach oben. Dieser befindet sich im Schnittpunkt zweier Rundwege, welche miteinander verbunden sind und auch am Anfangspunkt wieder enden. Der gesamte Baumkronenpfad ist übrigens auch für Rollstuhlfahrer geeignet.
Der Hainich ist ca. 13.000 Hektar groß, 7.500 Hektar davon sind zum Nationalpark erklärt worden und befinden sich im südlichen Teil des größten zusammenhängenden Laubwaldgebietes in Deutschland. In den letzten 50 Jahren konnten sich durch die Naturbelassenheit Wälder entwickeln, welche den ursprünglichen Laubwäldern Mitteleuropas sehr nahe kommen - so zumindest die Auskunft in der naturparkeigenen Ausstellung. Leider merkt man davon auf den Hauptrouten nicht besonders viel, es lohnt sich also durchaus, einmal die Nebenwege zu betreten. Aus Rücksicht auf die Flora und Fauna sollte man die Pfade natürlich nicht verlassen.
Beginnt man seine Wanderung auf der ersten Ebene des Baumkronenpfades, steigt der Weg zunächst minimal an. Man fängt bei ca. halber Baumwipfelhöhe an und begibt sich - je weiter man läuft - immer höher hinauf. Auf dem Weg liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten, welche für Abwechslung sorgen: Von kleinen Quiz- und Informationstafeln über Kunstwerke und Erlebnisstände bis hin zu Möglichkeiten, seine Kletterkünste einmal selbst zu testen.
Hat man das Ende des Baumkronenpfades erreicht, sollte man unbedingt auf den Aussichtsturm steigen. Dieser bietet neben einer Freifläche auf dem Dach des Turmes auch innerhalb eine toll gestaltete Modellierung des Hainich mit interessanten Miniaturen. Auf der Aussichtsplattform lädt die wunderbare Aussicht dazu ein, Panorama-Aufnahmen wie bspw. die rechtsstehende anzufertigen. Da ich den Aufbau des Statives auf Grund des Windes und der Menschen nicht für angebracht hielt, habe ich kurzerhand einige Frei-Hand-Fotografien angefertigt und anschließend zu Hause in aller Ruhe am Computer zusammengesetzt. Das rechtsstehende Panorama besteht dabei aus drei Einzelbildern. Achten Sie beim Fotografieren von Panoramen unbedingt auf eine einheitliche Belichtung - speichern Sie, sofern dies an Ihrer Kamera möglich ist, die Belichtungseinstellungen der ersten Fotografie ab und laden Sie diese anschließend bei jedem Bild neu. Oder fotografieren Sie gleich im komplett manuellen Modus, wie ich das bei solchen Aufnahmen bevorzuge. Welches Programm Sie anschließend zur Zusammensetzung der Bilder benutzen, hängt von Ihrem Geschmack ab. Ich bspw. benutze für die meisten Situationen autostitch, da es völlig unkompliziert zu bedienen ist und hervorragende Ergbnisse liefert. Manchmal ist aber auch eine manuelle Nachkorrektur nötig, was mit anderen Programmen besser funktioniert und mit autostitch gar nicht möglich ist.















Mein Name ist Sebastian Gerth. Ich bin der Betreiber dieser Seite, Hobbyfotograf, Webworker und Doktorand an der Universität Erfurt ... 
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