6. Jul
2010

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag war es so weit: Vol­ler Erwar­tun­gen habe ich mich auf den Weg nach Ber­lin zum Word­camp 2010 gemacht. Da dies mein ers­tes Bar­camp war, wusste ich nicht so recht, was mich erwar­ten würde. Aber ich durfte mit über­wie­gend posi­ti­ven Ein­drü­cken nach Hause fahren!

Word-press-big1-150x150 in Das WordCamp 2010 in Berlin - ein Rückblick

Bereits am Ein­lass wurde man freund­lich und völ­lig ent­spannt begrüßt - sogar das Mit­brin­gen einer nicht ange­mel­de­ten Per­son war pro­blem­los mög­lich. Die­sen Anspruch hätte ich gar nicht gehabt, zumal im Vor­feld die Teil­neh­mer­an­zahl auf 200 Per­so­nen begrenzt war - wel­che gefühlt auch anwe­send waren. Des­we­gen an die­ser Stelle noch­mal ein gro­ßes Dan­ke­schön für diese Möglichkeit.

Gleich nach der Anmel­dung konn­ten sich die Teil­neh­mer dann mit T-Shirts und aller­lei „Fan-Artikeln“ ein­de­cken. Dank Spon­so­ren sogar ent­gelt­frei. Nach einer kur­zen Begrü­ßung durch das Organisations-Team und der Vor­stel­lung der ein­zel­nen Red­ner fin­gen auch schon die ver­schie­de­nen Ses­si­ons rund um Word­Press an.

Orga­ni­sa­tion und Räumlichkeiten

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Das beta­haus in Berlin.

Man bemerkte abso­lut nichts von den Schwie­rig­kei­ten, wel­che es im Vor­feld bei der Orga­ni­sa­tion des Word­Camps nach einem Bericht von Frank Bültge gege­ben haben muss. Gerade des­we­gen sei das Lob an die­ser Stelle beson­ders betont. Aus­ge­spro­chen gut gefal­len hat mir, dass im Inter­net bereits ein Ablauf­plan ver­öf­fent­licht wurde, sodass ich mei­nen Tag beim Word­Camp bereits von zu Hause aus pla­nen konnte. Die kurz­fris­ti­gen Aktua­li­sie­run­gen stell­ten kein Pro­blem dar. Beson­ders schön fand ich auch, dass sich das Alters­spek­trum von jung bis alt erstreckte und man mit den Anfänger- bis Pro­fis­es­si­ons ver­suchte, alle Ziel­grup­pen zu errei­chen. Dass die­ser Spa­gat nicht leicht zu bewerk­stel­li­gen ist, sollte von Kri­ti­kern stets bedacht werden.

Bild-104-300x200 in Das WordCamp 2010 in Berlin - ein Rückblick

Etwas anders ist mein Ein­druck von der Loca­tion, dem beta­haus Ber­lin. Ich habe prin­zi­pi­ell nichts dage­gen, alte Fabrik­ge­bäude mit Stüh­len, W-LAN und Bea­mern für ein sol­ches Event aus­zu­stat­ten. Im Gegen­teil - ich finde es sogar rei­zend, in so einer Umge­bung arbei­ten und ler­nen zu kön­nen. Nicht zuletzt, weil es auch foto­gra­fisch viele schöne Motive bie­tet. Aber: Bei Ver­an­stal­tun­gen, die mit 50 Per­so­nen und mehr in einer lee­ren Halle statt­fin­den, ist die Akus­tik nicht die beste. Dass ein paar Stühle fehl­ten und man teil­weise auf dem Boden sit­zen musste, mag andere stö­ren, ich fand, es gehörte zum Flair.

Ses­si­ons

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Vla­di­mir Simovic

Die erste Ver­an­stal­tung, die ich besuchte, behan­delte das Thema der Performance-Optimierung von (WordPress-)Websites, wel­che von Vla­di­mir Simo­vic (perun.net) gehal­ten wurde. Auf Grund sei­ner zahl­rei­chen Publi­ka­tio­nen gehört er zu den bekann­tes­ten deut­schen WordPress-Experten - ent­spre­chend gut besucht war auch die Ses­sion. The­ma­ti­siert wur­den Spar-, Caching- und Kom­pri­mie­rungs­stra­te­gien, die Redu­zie­rung von HTTP-Requests bspw. durch das Zusam­men­fas­sen von CSS- und Javascript-Dateien, die Wahl der rich­ti­gen Plugins, ebenso wie die Ver­wen­dung ver­schie­de­ner Grafik-Formate. Eine Ver­wen­dung von Tools und Diens­ten wie Fire­bug, YSlow oder Ping­dom wurde zur Über­prü­fung der eige­nen Seite emp­foh­len. Alles, was gezeigt wurde, ist ein­fach umzu­set­zen und so war die Ver­an­stal­tung durch­aus auch für WordPress-Anfänger geeignet.

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Den­nis Morhardt

Gleich im Anschluss fand die Ver­an­stal­tung Bud­dy­Press: Social Net­works mit Word­Press - Ein­füh­rung, The­mes und Plugins von Den­nis Mor­hardt statt. Hier­bei ging es um das Thema, inwie­fern mit Word­Press Social Net­works erstellt wer­den kön­nen. Aus mei­ner Sicht gerade für Firmen-Intranets ein inter­es­san­ter Ansatz. Dis­ku­tiert wur­den nach einer kur­zen Ein­füh­rung The­men wie die maxi­male Nut­zer­an­zahl, Auf­wand der Erstel­lung und auch Fra­gen wie Pri­vat­sphäre und Ver­fah­ren der Daten­spei­che­rung. Nähere Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf der BuddyPress-Website.

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Cor­ne­lia Es Said

Die dritte Ver­an­stal­tung behan­delte SEO-Basics: Website-Optimierung für Such­ma­schi­nen für Ein­stei­ger. Cor­ne­lia Es Said (fair­mar­ke­ting) ver­suchte, auf Einsteiger-Niveau zu ver­deut­li­chen, was man anstel­len kann, um seine Seite bes­ser ran­ken zu kön­nen. Trotz der etwas unko­or­di­nier­ten Vor­trags­weise war es keine Ver­an­stal­tung, die ich hätte mis­sen wol­len - auch, weil ich mich bis­her nur rudi­men­tär mit SEO beschäf­tigt habe. Ich habe inter­es­sante Denk­an­stösse bekom­men und werde diese dank der aus­führ­li­chen und tol­len Zusam­men­fas­sung der Ses­sion von Cor­ne­lia in den nächs­ten Tagen umsetzen.

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Ralf Appelt

Nach der Mit­tags­pause, ging es wei­ter mit der Ses­sion Ein­satz von Word­Press im Bil­dungs­be­reich von Ralf Appelt. Zen­tral war hier­bei die Ver­wen­dung von Word­Press nicht nur an Hoch­schu­len, son­dern auch an ande­ren Bil­dungs­ein­rich­tun­gen. Dis­ku­tiert wurde nach einer Ein­füh­rung in das The­men­ge­biet eine mög­li­che Umset­zung von Ideen, wel­che den Bil­dungs­be­trieb för­dern aber auch neue Inspi­ra­tio­nen geben kön­nen. Auch Vor- und Nach­teile wur­den beleuch­tet. Für mich war beson­ders die uni­ver­si­täre Ver­wen­dung von Word­Press von Inter­esse - aus mei­ner Sicht ist der Ansatz durch­aus frucht­bar und ich würde das Thema gern weiterverfolgen.

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Frank Bültge (rechts) und Olaf Schmitz (links)

Die letzte Ver­an­stal­tung, die ich besuchte, behan­delte das Thema Word­Press als CMS - aber rich­tig? Arbei­ten in der Cloud. Frank Bültge - viel­leicht der bekann­teste WordPress-Deutschland-Geek - und Olaf Schmitz gaben hier­bei einen Ein­blick, wie man in der Cloud arbei­tet. Wie funk­tio­niert es, wenn man sich nur zwei Mal im Jahr sieht, 700 km von­ein­an­der ent­fernt wohnt trotz­dem ein Unter­neh­men wie inpsyde mana­ged? Sehr inter­es­sante Ein­drü­cke und sehr loh­nens­wert, wenn man sich über die Zukunft ver­schie­de­ner Arbeits­weise interessiert.

Fazit

Ich bin froh, beim Word­Camp 2010 dabei gewe­sen zu sein. Ich habe viele neue Erfah­run­gen gemacht und würde sicher auch wie­der beim nächs­ten Word­Camp teil­neh­men, wenn ich es ein­rich­ten kann.

Die in die­sem Bei­trag ver­wen­de­ten und wei­tere Bil­der fin­den Sie in die­sem Album auf flickr.

Wäh­len Sie aus, wo Sie den Inhalt tei­len möch­ten:
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10 Kommentare bisher.

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  1. Hallo Sebas­tian,

    darf ich das Foto von mir auf Flickr und Face­book hochladen?

    Viele Grüße,

    Vlad

    • Ich bitte darum ;)

      • Vie­len Dank.

        Hast du für mich pri­vat eine grö­ßere Auf­lö­sung für „Schau mal, hier hat Opa einen Vor­trag gehal­ten“? Falls ja, gerne an die E-Mail aus dem Kommentar.

        Grüße,
        Vlad

  2. [...] mei­nem Besuch im Word­Camp 2010 in Ber­lin (» zum Arti­kel)  habe ich noch einen Tag Urlaub dran gehängt und mir den Park und das Schloss Sans­souci in [...]

  3. Danke für Dei­nen Rück­blick. Ich hatte teil­weise andere Ses­si­ons besucht (siehe hierzu https://www.webseiten-infos.de/rueckblick-wordcamp-2010/ ). Da ist es schön auch etwas über die „ver­pass­ten“ Ses­si­ons zu lesen, die ich auch gerne besucht hätte (3. - 5. Veranstaltung).

    Wenn es zeit­lich passt, ste­hen die Chan­cen gut, dass wir uns beim nächs­ten Word­Camp (wieder)sehen. :-)

  4. [...] This post was men­tio­ned on Twit­ter by Vla­di­mir Simo­vic, Sebas­tian Gerth. Sebas­tian Gerth said: Neuer Blog-Post: Das Word­Camp 2010 in Ber­lin - ein Rück­blick http://goo.gl/fb/lqzFT [...]

  5. Fei­ner Bericht, bitte mehr von sowas (und viel­leicht auch mal auf einer ande­ren Spra­che ;) )

    • Danke für das Lob :) Eine andere Spra­che hat auf mei­ner Seite kei­nen Mehr­wert - dazu wäre höchs­tens der Side­blog gut. Und des­sen Ein­träge erschei­nen nicht im Feed ... Aller­dings mit Absicht ;)

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