Ausrüstung

Das Equip­ment, wel­ches wir gebrau­chen, spielt nur eine kleine Rolle. Viel­mehr kommt es dar­auf an, es zu beherr­schen. (Sam Abell)

Ich betreibe die Foto­gra­fie der­zeit als ambi­tio­nier­tes Hobby. Des­we­gen brau­che ich keine Profi-Ausrüstung, wenn­gleich meine momen­ta­nen Gerät­schaf­ten an Ihre Leis­tungs­gren­zen sto­ßen. Foto­gra­fie ist für mich in ers­ter Linie „Spaß an der Freude“ - des­we­gen sollte man zwar Ver­gnü­gen an gut ver­ar­bei­te­ten Gerät­schaf­ten haben, aber die Pro­fes­sio­na­li­tät nicht (nur) über das Equip­ment definieren.

I never have taken a pic­ture I’ve inten­ded. They’re always bet­ter or worse. (Diane Arbus)

Der Foto­graf macht die Bil­der - die Kamera ist nur ein Medium. Weni­ger geeig­nete Tech­nik mag man­che Auf­nahme nicht (qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig) ermög­li­chen und man­che Gestal­tung erschwe­ren. Aber auch die teu­erste Kamera der neu­es­ten Gene­ra­tion und die hoch­wer­tigs­ten Opti­ken machen aus einem sim­plen Motiv kein gutes Foto. Das sollte man immer im Hin­ter­kopf behalten.

Im Fol­gen­den werde ich mei­nen der­zei­ti­gen Aus­rüs­tungs­stand getrennt nach Kate­go­rien aufzählen.

Kamera und Objek­tive

Nikon-d90-279x300 in Ausrüstung

Seit Juli 2010 foto­gra­fiere ich haupt­säch­lich mit der Nikon D90.

Seit Anfang Juli 2010 bin ich stol­zer Besit­zer einer Nikon D90 und äußerst zufrie­den. Bereits etwas in die Jahre gekom­men, lie­fert die D90 bei sehr guter Aus­stat­tung nach wie vor eine aus­ge­zeich­nete Bild­qua­li­tät, die mit jener ihrer gro­ßen Schwes­tern D300/D300s durch­aus mit­hal­ten kann. Der 12-MP-C-MOS-Chip der D90 ist zwar kein Voll­for­mat­sen­sor, doch Pra­xis­tests haben gezeigt, dass sich das Bild­rau­schen durch­aus im erträg­li­chen Rah­men hält: Bis ISO 800 (maxi­mal ein­stell­bar sind ISO 6400) ist über­haupt kein Rau­schen sicht­bar und auch danach steigt es nur mar­gi­nal an. Sehr gut gefällt mir auch das 3-Zoll-Display, wel­ches mit 920.000 Pixeln sehr hoch auf­löst und mit einer neu­tra­len Farb­ge­bung eine per­fekte Kon­trolle der Bild­schärfe und -qua­li­tät ermög­licht. Lei­der ist es nicht dreh- und schwenk­bar, was in man­chen Situa­tio­nen durch­aus nütz­lich sein könnte. Aber der gute Blick­win­kel des Dis­plays und auch die Live-View-Funktion - wie ich sie schon von der Sony DSC F828 (s.u.) kenne - gefällt, auch wenn der Auto­fo­kus aus kon­struk­ti­ons­be­ding­ten Grün­den etwas lang­sam ist. Durch­aus brauch­bar ist auch die Video­auf­zeich­nung im HD-Format - aller­dings seit der Full-HD-Generation nicht mehr zeit­ge­mäß. Aber für mich reicht es, um auch mal „Beweg­ter­in­ne­run­gen“ in guter Qua­li­tät fest­zu­hal­ten.
Trotz zahl­rei­cher Auto­ma­ti­ken und Motiv­pro­gramme foto­gra­fiere ich fast immer manu­ell. Dank 11-Punkt-Autofokus inkl. Schär­fe­nach­füh­rung, Belich­tungs­mess­wert­spei­cher, Abblend­taste, ein­blend­ba­rem Git­ter­netz und 12 Weißabgleich-Voreinstellungen mit Fein­kor­rek­tur­mög­lich­keit ste­hen zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten hier­für zur Ver­fü­gung, um nur einige zu nen­nen. Nähere Infor­ma­tio­nen fin­den sie bspw. hier. Ich habe mir zur Kamera noch einen Bat­te­rie­g­riff von Phot­tix gekauft, um etwas kom­for­ta­bler im Hoch­for­mat foto­gra­fie­ren und die Akku­lauf­zeit noch etwas erhö­hen zu können.

Nikon AF-S 18-200mmf35-56 DX ED VR II-300x218 in Ausrüstung

Das NIKKOR 18-200 mm 1:3,5-5,6.

Eben­falls im Juli 2010 schaffte ich mir als ers­tes Objek­tiv das AF-S DX NIKKOR 18-200 mm 1:3,5-5,6G ED VR II an. Ich habe mich für die­ses Objek­tiv ent­schie­den, da es einen guten Kom­pro­miss zwi­schen ver­füg­ba­rer Brenn­weite und Licht­stärke sowie Preis und Leis­tung bie­tet. Aus­ge­stat­tet mit einem Bilds­ta­bi­li­sa­tor und schnel­lem Ultraschall-Autofokus gelin­gen auch Freihand-Aufnahmen mit Ver­schluss­zei­ten von bis zu ca. 1/30 Sekunde. Die Ver­ar­bei­tung lässt eben­falls keine Wünsche offen.

 

 

Tokina12 24 in Ausrüstung

Das Tokina ATX 4,0/12-24 Pro DX.

Mein zwei­tes Objek­tiv war das Tokina ATX 4,0/12-24 Pro DX,wel­ches ich im April 2011 erwarb. Die­ses lie­fert wun­der­bare Ergeb­nisse und weist nur einen gerin­gen Schär­fe­ab­fall zu den Ecken auf. Dass das Motiv ein wenig ver­zerrt dar­ge­stellt wird, ist auf­grund der gerin­gen Brenn­weite bau­art­be­dingt und unver­meid­bar - daher ist das Objek­tiv also für die Por­trait­fo­to­gra­fie weni­ger geeig­net. Die Nahein­stell­grenze von 30 cm ist für die Natur­fo­to­gra­fie abso­lut aus­rei­chend. Ich bin sehr zufrie­den mit dem Objek­tiv, gerade weil es die Abbil­dung unge­wöhn­li­cher Per­spek­ti­ven erlaubt und ein wun­der­ba­res Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

 

 

Dscf8281-265x300 in Ausrüstung
Seit 2005 ist die Sony DSC F828 in mei­nem Besitz.

Seit Mai 2005 ist nun die Sony DSC F828 meine treue Beglei­te­rin (vgl. Abbil­dung 3). Als sie 2004 ver­öf­fent­licht wurde, setzte sie neue Maß­stäbe in der Klasse der High-End-Digitalkameras: 8-MP-Sensor, 7-fach opti­sches Zoom (28−200 mm Brenn­weite bei 35mm-Kleinbildäquivalent) von Carl Zeiss® mit Vario-Sonnar® T*-Ver­gü­tung und ein CCD-Sensor mit vier statt der übli­chen drei ver­wen­de­ten Far­ben (neben rot, grün und blau auch sma­ragd­grün). Eine tech­ni­sche Meis­ter­leis­tung war in die­ser Kame­ra­klasse auch die Rea­li­sie­rung einer Blen­den­öff­nung von f=2,8 bei 200 mm Brenn­weite (Anfangs­öff­nung: f=2,0). Dadurch ist auch bei Tele­auf­nah­men eine hohe Licht­stärke gewähr­leis­tet. Der Auto­fo­kus arbei­tet schnell und zuver­läs­sig, auch der Weiß­ab­gleich funk­tio­niert (meis­tens) wun­der­bar. Der Ton­wer­te­be­reich und die Auf­lö­sung der Bil­der lässt keine Bean­stan­dun­gen zu. Auch die Mög­lich­keit, in RAW foto­gra­fie­ren zu kön­nen, war damals recht neu - aller­dings dau­ert die Ver­rech­nung der Daten etwas lange, wodurch ich lei­der schon so man­ches Motiv ver­passt habe. Das Ein­blen­den des His­to­gramms in den (zuge­ge­be­ner­ma­ßen nicht befrie­di­gen­den, weil zu gering auf­lö­sen­den digi­ta­len) Sucher ist eben­falls ein hoher Kom­fort im foto­prak­ti­schen All­tag. Beson­ders oft habe ich die her­vor­ra­gen­den Makro­funk­tio­nen genutzt: Eine Ein­stell­weite von 2 cm zum Objekt ist wirk­lich lobens­wert! Bei aus­gie­bi­gen Wan­de­run­gen in manch­mal unge­müt­li­chem Ter­rain hat sich ins­be­son­dere der aus Metall gefer­tigte Body als robust erwie­sen. Auch Pro­bleme mit ein­drin­gen­der Feuch­tig­keit hatte ich nie, selbst als die Kamera bei Regen und an Was­ser­fäl­len genutzt wurde.

Eine manu­elle und stu­fen­lose Brennweiten- und Fokus­ein­stel­lung am Dreh­ring sowie die nahezu per­fekte Ergo­no­mie las­sen DSLR-Feeling auf­kom­men. Lei­der macht mir der­zeit jedoch ins­be­son­dere das Rausch­ver­hal­ten zu schaf­fen, da ich gerne available-light foto­gra­fiere, was mit einem beträcht­li­chen Rau­schen bereits ab ISO 200 in vie­len Situa­tio­nen nicht mehr sinn­voll rea­li­sier­bar ist. Auch das 1,8″ große Dis­play löst mit 235.000 Bild­punk­ten nicht beson­ders hoch auf und lässt in der Pra­xis eine hin­rei­chende Beur­tei­lung der Bil­der kaum zu.

Fer­ner ist es auch mal mög­lich, einen Video­clip zu dre­hen, wenn­gleich die ver­wen­dete Auf­lö­sung von 640×480 Pixeln mit den heu­ti­gen Standard-(Full-)HD-Auflösungen von min­des­tens 1280×720 Bild­punk­ten nicht mehr mit­hal­ten kann. Für mich war dies jedoch in den aller­meis­ten Fäl­len aus­rei­chend, aber nun habe ich mit der D90 eine gute Alter­na­tive gefunden.

Nähere tech­ni­sche Daten fin­den Sie auch bei Sonys Über­sicht zur Kamera.

Raynox Dcr2 in Ausrüstung
Hilf­reich bei Tele­auf­nah­men: Der DCR-2020PRO.

Da ich hin und wie­der zum Foto­gra­fie­ren in den Zoos Deutsch­lands unter­wegs (war und) bin, merkte ich schnell, dass 200 mm Brenn­weite zwar gut sind, etwas mehr jedoch nicht scha­den könnte. Nun besitzt die Sony DSC F828 nicht die Mög­lich­keit, das Objek­tiv zu wech­seln. Es blieb nur, die Funk­tio­na­li­tät über das 58 mm-Filtergewinde zu erwei­tern. Ich ent­schied mich dafür, den Tele­kon­ver­ter DCR-2020PRO (Abb. 4) des japa­ni­schen Her­stel­lers Raynox zu kau­fen. Die ver­spro­chene Brenn­wei­ten­ver­län­ge­rung von 2,2-fach führt nun zu einer Brenn­weite von 440 mm (bei 35 mm Klein­bil­d­äqui­va­lent). In der Pra­xis ist der Kon­ver­ter auf Grund der ver­stärk­ten Rand­ab­dunk­lung nur mit der vol­len Brenn­weite (und idea­ler­weise zen­tra­lem Bild­aus­schnitt) von 200 mm sinn­voll nutz­bar.  Dann sind aber wirk­lich schöne Auf­nah­men mög­lich, wie beson­ders in mei­ner Gale­rie der Tier­fo­to­gra­fien zu sehen ist.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zu die­sem und wei­te­ren Kon­ver­tern fin­den Sie hier.

Die Tat­sa­che, dass eine (im kon­ven­tio­nel­len Sinn) tech­nisch fehler­hafte Foto­gra­fie gefühls­mä­ßig wirk­sa­mer sein kann als ein tech­nisch feh­ler­lo­ses Bild, wird auf jene scho­ckie­rend wir­ken, die naiv genug sind, zu glau­ben, dass tech­ni­sche Per­fek­tion den wah­ren Wert eines Fotos aus­macht. (Andreas Feininger)

Blitz

Hvl Blitz1 in Ausrüstung
Der HVL-F32X sorgt für gute Ausleuchtung.

Als Zube­hör zur Sony DSC F828 kann man den exter­nen Blitz HVL-F32X erste­hen. Beson­ders bei Innenraum-Veranstaltungen mit gro­ßen Ent­fer­nun­gen befand ich den inter­nen Blitz als nicht aus­rei­chend und war bestrebt, eine höhere Leis­tung beim Aus­leuch­ten einer Sze­ne­rie nut­zen zu kön­nen. Ins­ge­samt bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden.

Mit einer Leit­zahl von 32 birgt er genü­gend Ener­gie, um viele - nicht alle - Situa­tio­nen aus­rei­chend zu beleuch­ten. Anhand zahl­rei­cher Ein­stell­mög­lich­kei­ten kann die Blitz­leis­tung der jewei­li­gen Situa­tion ange­passt wer­den. Die Schwenk­bar­keit des Blitz­kop­fes ermög­licht auch indi­rek­tes Blit­zen. Für eine fron­tale Beleuch­tung ist eine Streu­scheibe inte­griert.  Über ein Link-Kabel zur Kamera kann der Blitz auch ver­wen­det wer­den, wenn er nicht auf den Blitz­schuh gesteckt ist, son­dern ver­setzt zur opti­schen Achse des Objek­ti­ves posi­tio­niert wird. Betrie­ben wird der Blitz mit vier han­dels­üb­li­chen AA-Batterien.

Nähere Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auch hier bei Sonys Über­sicht zum Blitz.

Fil­ter

Um das Nik­kor 18-200mm dau­er­haft zu schüt­zen, habe ich per­ma­nent einen 72mm-UV-Filter mon­tiert. Dies hat zwei Vor­teile: Das Objek­tiv wird vor mecha­ni­schen Beschä­di­gun­gen geschützt und es wird gleich­zei­tig das ultra­vio­lette Licht geblockt, wel­ches ver­ant­wort­lich für chro­ma­ti­sche Aber­ra­tio­nen und damit Unschärfe sowie Fehl­be­lich­tun­gen - ins­be­son­dere Blausti­che - ist.Zusätzlich besitze ich hier­für noch einen ein zir­ku­la­ren Pol-Filter zur Ver­mei­dung von Refle­xio­nen und zur Kontrastverstärkung.

Die Sony DSC F828 besitzt - wie bereits erwähnt - ein Fil­ter­ge­winde mit dem Durch­mes­ser von 58 mm. Die­ses ist eben­falls dau­er­haft mit einem UV-Sperrfilter bestückt.

Zum wei­te­ren Equip­ment gehören:

» ein zir­ku­la­rer Pol-Filter,
» ein 4-fach Neu­t­ral­dich­te­fil­ter (Graufil­ter) zur gleich­mä­ßi­gen Abdunk­lung des Bil­des und damit Ver­län­ge­rung von Belich­tungs­zei­ten,
» drei Nahlin­sen (1, 2 und 4 Diop­trien) zur Ver­grö­ße­rung des Bild­aus­schnitts im Nah­be­reich und
» ein Stern­ef­fekt­fil­ter zur Indu­zie­rung eines Sterns um eine punkt­för­mige Lichtquelle.

Sons­ti­ges

Zusätz­lich zu o.g. Instru­men­ten besitze ich noch

» das Sta­tiv Cull­mann Nano­max 260,
» einen Fotoruck­sack des Typs Lowe­pro Flips­ide 400AW,
» einen Kabel­fern­aus­lö­ser,
» ein No-Name-Stativ mit Schnell­wech­sel­platte,
» diverse Spei­cher­kar­ten und Ersatz­ak­kus,
» neben den mit­ge­lie­fer­ten Gegen­licht­blen­den eine grö­ßere,
» einen Len­spen zum Rei­ni­gen aller opti­schen Teile und
» eine Fototasche.

Was soll noch kommen ...?

Grund­sätz­lich kann ich sagen, dass ich für den Foto­all­tag gut gerüs­tet bin. Schön wäre hin und wie­der eine kleine Kamera, die man ein­fach nur in die Hosen­ta­sche ste­cken kann. Für die D90 bin ich der­zeit auf der Suche nach einem Ultra-Weitwinkel-Objektiv.